Liebe Kolleginnen und Kollegen
An der diesjährigen GV haben wir Ideen und Wünsche für zukünftige Regiohöcks gesammelt. Da nicht alle Mitglieder an der GV teilnehmen konnten, möchten wir auch eure Meinung einbeziehen.
Mit dieser kurzen Umfrage helft ihr uns, die Regiohöcks noch attraktiver und bedürfnisgerechter zu gestalten. Das Ausfüllen dauert weniger als zwei Minuten.
Vielen Dank für eure Unterstützung und eure wertvollen Anregungen.
Herzliche Grüsse
Vorstand GZST
Den Link zur Umfrage findet ihr im Mitgliederbereich
Regiohöck der Zentralschweizer Tierärzte in Reiden
Am 20. Jänner fand der Regiohöck der Zentralschweizer Tierärzte in Reiden statt. Für diesen besonderen Anlass konnten wir Dr. Josef Stirniman und Dr. Josef Blättler als Referenten gewinnen, die uns eindrucksvolle Einblicke in den Maul- und Klauenseuche-Seuchenzug der Jahre 1965–1966 gewährten.
Dr. Stirniman berichtete aus persönlicher Perspektive über diese Zeit und schilderte die Erfahrungen seines Vaters, der damals ebenfalls als Tierarzt tätig war. Seine Ausführungen vermittelten ein lebendiges Bild des damaligen Seuchengeschehens sowie der Herausforderungen, mit denen Tierärzte und Landwirte konfrontiert waren.
Dr. Blättler, inzwischen im 96. Lebensjahr, erzählte eindrücklich von seinen eigenen Erlebnissen während des MKS-Seuchenzuges. Zu dieser Zeit war er gerade im Wiederholungskurs des Militärs und ritt auf seinem Pferd vom Wasen nach Reiden zurück. Die Angst unter den Landwirten war gross, gleichzeitig wurde der Tierarzt – insbesondere durch die Möglichkeit der Impfung – als Retter wahrgenommen.
Damals kam eine Lebendvakzine, die sogenannte Basler Vakzine, zum Einsatz. Dabei mussten 30 Milliliter verimpft werden. Dies war nicht ungefährlich, da die Tiere noch Hörner trugen und es häufig zu gefährlichen Situationen für die Tierärzte kam. Bei Verdacht auf MKS war umgehend der zuständige Amtstierarzt in Willisau zu informieren, der die Diagnose bestätigte und an die kantonalen Behörden weiterleitete.
Zu den typischen Krankheitsanzeichen zählten laut Dr. Blättler starker Speichelfluss, Fressunlust, schmerzhafte Blasenbildung sowie Schmerzen beim Stehen. Sobald zwei bis drei Tiere eines Betriebes erkrankten, wurde der gesamte Bestand liquidiert. Auch die Seuchenlogistik war herausfordernd: Die damaligen Seuchenwagen waren nur unzureichend abgedichtet, weshalb es zu weiteren Infektionen kommen konnte. Teilweise mussten Fahrzeuge aus anderen Kantonen ausgeliehen werden, um den Seuchentransport überhaupt bewältigen zu können.
Die Landwirte verhielten sich äusserst vorsichtig. Seuchenteppiche, getränkt mit Kreolin, waren im Einsatz, Besuche wurden vermieden, und selbst Post und Schulmaterialien wurden nur noch kontaktlos übergeben. Der Praxisalltag war stark eingeschränkt – behandelt wurden ausschließlich Notfälle, Routineuntersuchungen fanden nicht mehr statt.
Später wurde ein Impfstoff aus Lyon eingeführt, bei dem nur noch 5 Milliliter verimpft werden mussten. Dr. Stirniman berichtete zudem, dass bis 1991 gegen MKS geimpft wurde. Mit dem europaweiten Impfverbot ab diesem Zeitpunkt war auch die Schweiz gezwungen, die Impfungen einzustellen, da diese als Handelshemmnis galten.
Zum Abschluss betonte Dr. Blättler, dass der MKS-Seuchenzug nicht nur negative Folgen hatte. Er förderte auch ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Landwirten, und viele waren dankbar, die Krise gut überstanden zu haben. Der Tierarzt erfüllte stets seine Pflicht und konnte den Landwirten ein Stück der Angst vor der Seuche nehmen.
Wir danken Dr. Josef Stirniman und Dr. Josef Blättler herzlich für diesen spannenden, lehrreichen Einblick in den tierärztlichen Alltag vergangener Zeiten. Der Vortrag war sehr informativ und wurde durch einen regen und wertschätzenden Austausch abgerundet.



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Arbeit der Grosstierrettung – Regionalhöck GZST im Dezember 2025
Der Regiohöck bei der Feuerwehr Stadt Luzern bot einen spannenden und informativen Einblick in die vielfältige Arbeit der Einsatzkräfte. Im Zentrum stand die Grosstierrettung: Die Teilnehmenden erhielten interessante Informationen zur speziellen Ausrüstung, zum Vorgehen im Einsatz sowie zu eindrücklichen Beispielen aus der Praxis.
Bei einem Rundgang durch die Feuerwache Kleinmatt konnten zudem die moderne Fahrzeughalle und die Einsatzzentrale besichtigt werden. Die Veterinärpolizei war ebenfalls vor Ort und ergänzte die Präsentation mit ihrem Fachwissen.
Ein abwechslungsreiches Programm und ein kleiner Imbiss rundeten den rund zweistündigen Anlass ab und machten den Abend zu einer gelungenen Veranstaltung.






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Herbstanlass der GZST – Rückblick vom 21. Oktober 2025
Der diesjährige Herbstanlass führte uns in die faszinierende und eindrücklich erhaltene Zivilschutzanlage Sonnenberg in Luzern – eine der grössten je gebauten zivilen Schutzanlagen weltweit.
Während der spannenden, stellenweise auch beängstigenden Führung erhielten wir Einblicke in das weit verzweigte Tunnelsystem. Die Anlage stammt aus den 1970er-Jahren und umfasst unterirdische Infrastruktur wie Notspital, Kommandoposten, technische Anlagen und massive Schutztore. Heute bietet sie noch Platz für etwa 2 000 Personen und kann nur im Rahmen geführter Rundgänge besichtigt werden.
Im Anschluss an die eindrucksvolle Tour liessen wir den Abend bei einem feinen gemeinsamen Essen im Elisabethenpark ausklingen – gemütlich, gesellig und in guter Atmosphäre.
Ein Anlass, der durch die Mischung aus historischen Einblicken, nachdenklichen Momenten und kulinarischem Genuss lange in Erinnerung bleiben wird.
Eingang in die Zivilschutzanlage















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Mikrobiomanalysen bei Hund und Schwein: Fälle aus der Praxis – Regionalhöck GZST im September 2025
Stefan Birrer gab Einblicke in Untersuchungen des Mirkobioms beim Schwein.
Frau Fabriona Murad von der Genuine Analytics stellte spannende Fälle von Hund und Mensch vor.
Das Darmmikrobiom ist der wichtigste und am besten untersuchte Teil. Es besteht aus Milliarden von Mikroben, die eine entscheidende Rolle für die Verdauung, das Immunsystem und die allgemeine Gesundheit des Hundes spielen.
Funktionen des Darmmikrobioms:
- Verdauung & Nährstoffaufnahme: hilft beim Abbau von Ballaststoffen, der Produktion von Vitaminen (z. B. B-Vitamine, Vitamin K) und kurzkettigen Fettsäuren.
- Abwehr von Krankheitserregern: „gute“ Bakterien verdrängen schädliche Keime.
- Regulation des Immunsystems: trainiert das Immunsystem, zwischen harmlosen und gefährlichen Stoffen zu unterscheiden.
- Beeinflussung des Verhaltens: über die sogenannte „Darm-Hirn-Achse“ kann das Mikrobiom auch Stimmung und Stressverhalten beeinflussen.
